Die Landesregierung will auf dem Dach des unter Denkmalschutz stehenden Landtagsgebäudes eine Photovoltaik-Anlage installieren. Die Fertigstellung war für 2025 angedacht, und man rechnete bislang mit Kosten von rund 1,5 Millionen Euro.
Nun habe ich auf Nachfrage aus dem Finanzministerium erfahren, dass das Projekt doch teurer werden könnte. Zudem wird es vermutlich auch nichts mit der ursprünglich angekündigten Inbetriebnahme 2025. Hintergrund: Die Anlage soll möglichst „zurückhaltend“ sein, weshalb besondere und damit teuere Solarpanels angeschafft werden müssen. Zur Lieferzeit macht das Finanzministerium keine Angaben.
Kein anständiger Umgang mit Steuergeld
Bei Kosten von über 1,5 Millionen Euro und 155.000 kWh Ertrag im Jahr ergibt sich ein Produktionspreis von über 48 Cent pro KWh – das ist ein Paradebeispiel für erzwungene grüne Symbolpolitik, die teuer, ineffizient und unwirtschaftlich ist. Verantwortungsvolle Energiepolitik und ein anständiger Umgang mit Steuergeld sehen anders aus.
Wir müssen das Geld dort einsetzen, wo das Maximum an Klimaschutz aus jedem Euro erwirtschaftet werden kann. Das ist aber sicher nicht das Landtagsdach.
Bereits im Januar 2024 hatte ich dazu eine Kleine Anfrage (DS 17/6143) an die Landesregierung gestellt.
Die Stuttgarter Zeitung hat erneut über das Thema berichtet.